LED-Röhre, LED-Panel oder Sportstrahler – welche Beleuchtung eignet sich für Tennishallen?
LED-Röhre, LED-Panel oder Sportstrahler – welche Beleuchtung eignet sich für Tennishallen?
Wer eine Tennishalle auf LED-Beleuchtung umrüsten möchte, stößt schnell auf unterschiedliche Systeme. Angeboten werden unter anderem LED-Röhren, LED-Panels und speziell ausgerichtete LED-Sportstrahler.
Auf den ersten Blick scheint der Vergleich einfach: Welche Leuchte hat die geringste Wattzahl und welcher Anbieter bietet den günstigsten Preis?
In der Praxis greift dieser Vergleich jedoch zu kurz.
Entscheidend ist nicht die einzelne Leuchte, sondern das Ergebnis der kompletten Beleuchtungsanlage auf dem Tennisplatz.
Dazu gehören insbesondere Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendung, Lichtverteilung und die Gesamtanschlussleistung der gesamten Anlage.
LED ist nicht gleich LED
LED-Technik bietet gegenüber vielen älteren Beleuchtungssystemen erhebliche Möglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Wie effizient eine neue Anlage tatsächlich arbeitet, hängt jedoch stark davon ab, wie das Licht erzeugt, verteilt und auf dem Spielfeld genutzt wird.
Eine LED-Röhre mit geringer Leistung ist deshalb nicht automatisch wirtschaftlicher als ein leistungsstärkerer Sportstrahler.
Wenn beispielsweise eine größere Anzahl von Röhren oder Panels benötigt wird, um die gewünschte Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit zu erreichen, kann die Gesamtanschlussleistung der Anlage am Ende höher ausfallen.
Deshalb betrachten wir bei Sinus Solutions nicht nur die Wattzahl einer einzelnen Leuchte.
Wir fragen:
Wie viel elektrische Leistung benötigt die komplette Anlage, um auf dem Tennisplatz die gewünschte Lichtqualität zu erreichen?
LED-Röhren in Tennishallen
LED-Röhren werden häufig eingesetzt, wenn bestehende Leuchtstoffröhren möglichst einfach ersetzt werden sollen.
Der Vorteil liegt zunächst auf der Hand: Vorhandene Leuchten oder Befestigungsstrukturen können je nach Anlage teilweise weiterverwendet werden.
Für die Bewertung einer Tennishallenbeleuchtung reicht diese Betrachtung jedoch nicht aus.
Wichtig ist unter anderem:
- Wie wird das Licht auf dem Spielfeld verteilt?
- Wie viele Röhren werden für die gewünschte Beleuchtungsstärke benötigt?
- Wie gleichmäßig wird die Spielfläche ausgeleuchtet?
- Wie hoch ist die Gesamtanschlussleistung aller Leuchten?
- Welche Komponenten der bestehenden Anlage müssen zusätzlich angepasst werden?
- Wie wartungsfreundlich ist das System langfristig?
Ein einfacher Austausch „Röhre gegen Röhre“ bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die neue Beleuchtung optimal auf die Anforderungen des Tennissports abgestimmt ist.
LED-Panels in Tennishallen
LED-Panels erzeugen eine vergleichsweise großflächige Lichtquelle und können je nach Hallengeometrie für bestimmte Anwendungen interessant sein.
Auch hier entscheidet jedoch nicht die Bauform allein über die Qualität einer Sportbeleuchtung.
Bei einer Tennishalle muss das Licht gezielt dort ankommen, wo es benötigt wird: auf dem gesamten Spielfeld und möglichst gleichmäßig verteilt.
Dafür spielen Positionierung, Montagehöhe, Abstrahlcharakteristik und Anzahl der Leuchten eine entscheidende Rolle.
Ein Panel kann deshalb nicht allein anhand seiner Leistung oder seines Lichtstroms beurteilt werden.
Sportstrahler: Licht gezielt auf den Platz bringen
Speziell geplante Sportstrahler bieten die Möglichkeit, das Licht über unterschiedliche Optiken und Ausrichtungen gezielt auf die benötigten Bereiche des Spielfeldes zu lenken.
Das ermöglicht eine Lichtplanung, bei der nicht einfach möglichst viel Licht erzeugt wird, sondern die vorhandene Lichtleistung möglichst effizient genutzt werden soll.
Bei Sinus Solutions planen wir deshalb jede Tennishalle individuell.
Auf Basis der Hallengeometrie, der vorhandenen Konstruktion und des gewünschten Beleuchtungsniveaus wird zunächst eine Lichtsimulation erstellt.
Dabei lässt sich bereits vor der Montage beurteilen:
- welche Anzahl von Strahlern benötigt wird,
- welche Positionen sinnvoll sind,
- welche Beleuchtungsstärke erreicht wird,
- wie gleichmäßig die Spielfläche ausgeleuchtet wird und
- welche Gesamtanschlussleistung die geplante Anlage besitzt.
Warum die Wattzahl einer einzelnen Leuchte wenig aussagt
Ein häufiger Fehler beim Vergleich verschiedener Angebote ist die Betrachtung der Leistung einzelner Leuchten.
Beispielsweise könnte eine LED-Röhre 50 Watt und ein Sportstrahler 150 Watt benötigen.
Auf den ersten Blick wirkt die LED-Röhre deutlich sparsamer.
Für einen sinnvollen Vergleich müsste jedoch betrachtet werden, wie viele Leuchten von beiden Systemen benötigt werden, um dieselbe Lichtqualität auf dem Platz zu erreichen.
Ein vereinfachtes Beispiel:
Benötigt Lösung A 60 Leuchten mit jeweils 50 Watt, ergibt sich eine Gesamtanschlussleistung von 3.000 Watt.
Benötigt Lösung B dagegen 18 Leuchten mit jeweils 150 Watt, liegt die Gesamtanschlussleistung bei 2.700 Watt.
Obwohl die einzelne Leuchte der zweiten Variante dreimal so viel Leistung besitzt, benötigt die komplette Anlage weniger elektrische Leistung.
Dieses Beispiel zeigt, warum Angebote für Tennishallen nicht anhand einzelner Wattzahlen verglichen werden sollten.
Lux allein ist ebenfalls nicht entscheidend
Auch die durchschnittliche Beleuchtungsstärke in Lux ist nur ein Teil der Bewertung.
Eine Anlage kann beispielsweise einen hohen durchschnittlichen Lux-Wert erreichen und trotzdem Bereiche aufweisen, die wesentlich dunkler oder heller sind als andere.
Für Tennisspieler kann diese ungleichmäßige Beleuchtung störender sein als eine etwas geringere, dafür gleichmäßig verteilte Beleuchtungsstärke.
Gerade beim Tennis sind schnelle Ballwechsel, hohe Bälle und häufig wechselnde Blickrichtungen typisch.
Deshalb betrachten wir neben der Beleuchtungsstärke insbesondere die Gleichmäßigkeit und Lichtverteilung auf dem gesamten Spielfeld.
Blendung spielt beim Tennis eine besondere Rolle
Wer selbst Tennis spielt, kennt die Situation: Der Ball wird hoch gespielt und der Blick richtet sich direkt in Richtung der Hallenbeleuchtung.
Genau deshalb sollte eine Tennishallenbeleuchtung nicht nur hell sein.
Positionierung, Optik und Ausrichtung der Leuchten müssen so geplant werden, dass eine gute Sicht auf Ball, Linien und Spielfeld ermöglicht wird und störende Blendung möglichst begrenzt bleibt.
Eine sorgfältige Lichtplanung ist deshalb wichtiger als die bloße Auswahl eines bestimmten LED-Leuchtentyps.
Auch Wartung und Lebensdauer gehören in den Vergleich
Bei der Wirtschaftlichkeit einer Beleuchtungsanlage zählt nicht nur der Anschaffungspreis.
Über die gesamte Nutzungsdauer entstehen weitere Kosten, beispielsweise durch:
- Stromverbrauch,
- Wartung,
- Austausch einzelner Komponenten,
- mögliche Ausfallzeiten und
- Arbeitsaufwand bei Reparaturen.
Auch bei LED-Systemen bestimmen nicht ausschließlich die verbauten LEDs die Lebensdauer der Gesamtanlage. Treiber, Elektronik, Temperaturmanagement und Betriebsbedingungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Deshalb sollte bei einem Vergleich nicht nur gefragt werden:
„Was kostet die Anlage heute?“
Sondern:
„Was kostet die Anlage über ihre gesamte Nutzungsdauer?“
Was sollte ein Verein bei verschiedenen Angeboten vergleichen?
Wer mehrere Angebote für die LED-Umrüstung einer Tennishalle vorliegen hat, sollte möglichst nicht nur den Gesamtpreis vergleichen.
Interessanter sind unter anderem folgende Werte:
Gesamtanschlussleistung der kompletten Anlage
Wie viele Kilowatt benötigt die gesamte Hallenbeleuchtung?
Geplante Beleuchtungsstärke
Welche Lux-Werte werden auf dem Spielfeld erreicht?
Gleichmäßigkeit
Wie gleichmäßig verteilt sich die Beleuchtung über die gesamte Spielfläche?
Anzahl der Leuchten
Wie viele einzelne Lichtpunkte werden benötigt?
Lichtplanung
Gibt es eine nachvollziehbare Simulation vor der Montage?
Steuerung
Können einzelne Plätze oder Beleuchtungsstufen separat geschaltet werden?
Messung nach der Installation
Werden die tatsächlich erreichten Beleuchtungswerte dokumentiert?
Wartung und Komponenten
Wie ist die Anlage aufgebaut und welche Komponenten können im Bedarfsfall ausgetauscht werden?
Erst mit diesen Informationen lassen sich unterschiedliche Beleuchtungskonzepte sinnvoll miteinander vergleichen.
Unser Ansatz: Erst planen, dann montieren
Bei Sinus Solutions beginnt die LED-Umrüstung einer Tennishalle deshalb nicht mit der Frage:
„Welche Leuchte wollen wir verkaufen?“
Sondern mit der Frage:
„Welche Beleuchtung benötigt diese Halle?“
Nach der Bestandsaufnahme erstellen wir eine individuelle Lichtplanung und simulieren die geplante Beleuchtung.
Erst danach werden Anzahl, Leistung, Positionierung und Ausrichtung der Leuchten festgelegt.
Für uns zählt das Ergebnis auf dem Platz: eine gleichmäßige Lichtverteilung bei möglichst geringer Gesamtanschlussleistung.
LED-Röhre, LED-Panel oder Sportstrahler – was ist nun besser?
Eine pauschale Antwort allein anhand der Bauform wäre nicht seriös.
LED-Röhren, Panels und Sportstrahler können sich hinsichtlich Lichtverteilung, Leistung, Installation und Wartung deutlich unterscheiden. Zusätzlich unterscheiden sich auch Produkte innerhalb derselben Kategorie erheblich voneinander.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
„Welche Leuchte ist grundsätzlich die beste?“
Sondern:
„Mit welchem Beleuchtungskonzept erreichen wir in dieser Tennishalle die gewünschte Lichtqualität bei einer technisch und wirtschaftlich sinnvollen Gesamtanlage?“
Genau deshalb empfehlen wir, verschiedene Angebote anhand von Lichtplanung, Lux-Werten, Gleichmäßigkeit und Gesamtanschlussleistung zu vergleichen – und nicht nur anhand von Stückpreis oder Wattzahl einzelner Leuchten.
Sie möchten unterschiedliche Angebote vergleichen?
Sie haben bereits ein Angebot für LED-Röhren, LED-Panels oder eine andere Beleuchtungslösung vorliegen?
Gerne prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, welche Beleuchtungswerte und welche Gesamtanschlussleistung die verschiedenen Konzepte tatsächlich erreichen sollen.
So können Sie die Lösungen nicht nur anhand des Anschaffungspreises, sondern anhand ihrer technischen und wirtschaftlichen Eigenschaften vergleichen.
Sprechen Sie mit uns über Ihre Tennishalle.






