LED-Flutlicht umrüsten: Können vorhandene Flutlichtmasten weiterverwendet werden?

Wer einen Tennisplatz, Fußballplatz oder eine andere Sportanlage auf modernes LED-Flutlicht umrüsten möchte, muss nicht automatisch die vorhandenen Flutlichtmasten ersetzen.

In vielen Fällen können bestehende Masten weiterverwendet werden.

Ob das technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Neben dem Zustand der Masten spielen insbesondere deren Höhe und Position, die vorhandenen Traversen, die elektrische Installation sowie die Belastung durch die neuen LED-Strahler eine Rolle.

Deshalb sollte vor einer LED-Umrüstung nicht einfach nur der alte Strahler gegen einen neuen ausgetauscht werden.

Bei Sinus Solutions betrachten wir zunächst die bestehende Anlage und erstellen darauf aufbauend eine individuelle Lichtplanung.

Müssen alte Flutlichtmasten bei einer LED-Umrüstung ersetzt werden?

Nein. Eine Umrüstung auf LED-Flutlicht bedeutet nicht automatisch, dass neue Masten benötigt werden.

Gerade bei bestehenden Tennis- und Fußballplätzen können vorhandene Flutlichtmasten häufig weiter genutzt werden, sofern sie sich in einem geeigneten Zustand befinden und für die geplante neue Beleuchtungsanlage geeignet sind.

Das kann einen erheblichen Einfluss auf die Investitionskosten haben.

Denn neue Masten bedeuten nicht nur zusätzliche Materialkosten. Je nach Projekt können auch Fundamente, Erdarbeiten, Kabelwege und weitere bauliche Maßnahmen erforderlich werden.

Deshalb prüfen wir zunächst, ob sich die vorhandene Infrastruktur sinnvoll in die neue LED-Beleuchtung integrieren lässt.

Was muss bei vorhandenen Flutlichtmasten geprüft werden?

Vor der Weiterverwendung bestehender Masten sollten mehrere Punkte betrachtet werden.

Dazu gehören insbesondere:

  • Zustand und Alter der Masten
  • erkennbare Korrosion oder Beschädigungen
  • Zustand der Fundamente
  • Masttyp und Konstruktion
  • vorhandene Traversen
  • Anzahl und Gewicht der bisherigen Strahler
  • Gewicht und Windangriffsfläche der neuen LED-Strahler
  • Mastpositionen
  • Masthöhen
  • vorhandene Verkabelung
  • Schalt- und Steuerungstechnik

Ein optisch gut aussehender Mast ist deshalb noch keine Garantie dafür, dass er ohne weitere Prüfung für jede neue Strahlerkonfiguration geeignet ist.

Die Standsicherheit der Masten muss in jedem Fall überprüft werden. Wir können hier einen Kontakt zu einem entsprechenden Dienstleister herstellen.

Warum Gewicht und Windlast der LED-Strahler wichtig sind

Bei einer Flutlichtanlage wirkt nicht nur das Eigengewicht der Strahler auf den Mast.

Auch die Fläche der Leuchten spielt eine Rolle, da Wind entsprechende Kräfte auf Strahler, Traverse und Mast ausübt.

Moderne LED-Strahler können sich in Form, Gewicht und Windangriffsfläche deutlich von den zuvor montierten Leuchten unterscheiden.

Deshalb sollte nicht einfach davon ausgegangen werden:


Der alte Strahler war schwerer, also passt der neue automatisch.

Entscheidend ist die gesamte geplante Konfiguration.

Dazu gehören unter anderem Anzahl, Position, Gewicht und Windangriffsfläche der neuen Strahler.

Bei Bedarf muss deshalb geprüft werden, ob Mast und Traverse für die geplante Anlage geeignet sind.

Ist die Position der vorhandenen Flutlichtmasten für LED geeignet?

Das ist eine der wichtigsten Fragen.

Ein technisch einwandfreier Mast bringt wenig, wenn seine Position für die gewünschte Beleuchtung ungünstig ist.

Bei einer Lichtplanung betrachten wir deshalb unter anderem:

  • Abstand der Masten zum Spielfeld
  • Position entlang der Seiten- oder Grundlinien
  • Masthöhe
  • Anzahl der vorhandenen Masten
  • mögliche Ausrichtung der Strahler
  • gewünschte Beleuchtungsstärke
  • Gleichmäßigkeit auf dem Spielfeld
  • Blendung
  • Licht außerhalb der eigentlichen Sportfläche

Erst aus diesem Zusammenspiel ergibt sich, ob mit den vorhandenen Mastpositionen ein gutes Beleuchtungsergebnis erreicht werden kann.

Warum die Masthöhe eine wichtige Rolle spielt

Die Höhe der Flutlichtmasten beeinflusst wesentlich, wie das Licht auf dem Spielfeld verteilt werden kann.

Dabei gilt nicht einfach:

Je höher der Mast, desto besser.

Aber auch möglichst niedrige Masten sind nicht automatisch vorteilhaft.

Die passende Lichtpunkthöhe hängt unter anderem von Spielfeldgröße, Sportart, Mastpositionen, verwendeten Optiken und den Anforderungen an Blendung und Streulicht ab.

Gerade bei Außenanlagen sollte deshalb die gesamte Kombination aus Mastposition, Masthöhe, Optik und Ausrichtung der Strahler betrachtet werden.

Auch die LAI-Hinweise zu Lichtimmissionen betonen, dass Licht möglichst gezielt auf die tatsächlich benötigten Flächen gelenkt und Streulicht vermieden werden sollte. Für größere Sportflächen können dabei geeignete asymmetrische Lichtverteilungen und optimierte Lichtpunkthöhen eine wichtige Rolle spielen.

Können die vorhandenen Traversen weiterverwendet werden?

Häufig ja, aber auch das muss zum neuen Beleuchtungskonzept passen.

Die Traverse trägt die Strahler und bestimmt gleichzeitig mit, an welchen Positionen und Winkeln die Leuchten montiert werden können.

Bei einer LED-Umrüstung sollte deshalb geprüft werden:

  • Ist die vorhandene Traverse in gutem Zustand?
  • Können die neuen Strahler sicher befestigt werden?
  • Sind ausreichende Befestigungspunkte vorhanden?
  • Ist die gewünschte Ausrichtung möglich?
  • Passt die geplante Anzahl der Strahler auf die bestehende Konstruktion?

Falls die vorhandene Traverse nicht geeignet ist, muss nicht zwangsläufig der gesamte Mast ersetzt werden.

In vielen Fällen kann auch nur die Traverse angepasst oder ausgetauscht werden.

Kann die vorhandene Verkabelung weiter genutzt werden?

Auch hier lautet die Antwort häufig: möglicherweise ja.

Vorhandene Leitungen und elektrische Komponenten müssen jedoch zur neuen Anlage passen.

Bei der Bestandsaufnahme sollte unter anderem geprüft werden:

  • Zustand der vorhandenen Leitungen
  • Leitungsquerschnitte
  • Absicherung
  • vorhandene Verteilungen
  • Schalttechnik
  • Erdung und Schutzmaßnahmen
  • gewünschte neue Steuerung

LED-Technik hat andere elektrische Eigenschaften als ältere Flutlichtsysteme.

Deshalb sollte die vorhandene Elektroinstallation durch geeignete Fachkräfte geprüft werden, bevor sie für die neue Anlage übernommen wird.

Warum eine Lichtsimulation vor der Umrüstung sinnvoll ist

Bevor entschieden wird, ob die vorhandenen Masten weiterverwendet werden können, sollte aus unserer Sicht eine Lichtplanung erfolgen.

Dabei wird die bestehende Sportanlage digital abgebildet.

Anschließend können unterschiedliche Strahler, Optiken und Ausrichtungen simuliert werden.

So lässt sich bereits vor der Montage beurteilen:

  • welche Beleuchtungsstärke erreicht wird,
  • wie gleichmäßig das Spielfeld ausgeleuchtet wird,
  • wie viele Strahler benötigt werden,
  • ob die vorhandenen Mastpositionen geeignet sind,
  • wie die Strahler ausgerichtet werden sollten und
  • welche Gesamtanschlussleistung die neue Anlage benötigt.

Das ist deutlich aussagekräftiger als die pauschale Annahme, dass ein alter Strahler einfach durch einen LED-Strahler ersetzt werden kann.

Warum Streulicht bei Flutlichtanlagen besonders wichtig ist

Bei Außenanlagen endet die Planung nicht an der Seitenlinie.

Gerade wenn sich Wohngebäude, Straßen oder andere Grundstücke in der Nähe befinden, sollte möglichst wenig unnötiges Licht außerhalb der Sportfläche ankommen.

Eine moderne LED-Flutlichtanlage bietet hier gute Möglichkeiten zur gezielten Lichtlenkung.

Entscheidend sind jedoch:

  • geeignete Optiken
  • sinnvolle Mastpositionen
  • passende Lichtpunkthöhen
  • korrekte Ausrichtung der Strahler
  • gegebenenfalls zusätzliche Abschirmungen
  • eine auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmte Beleuchtungsstärke

Die offiziellen Hinweise zur Beurteilung von Lichtimmissionen empfehlen ausdrücklich, das Licht möglichst auf die tatsächlich benötigte Fläche zu begrenzen und Streubereiche zu vermeiden.

Deshalb betrachten wir bei der Planung nicht nur:

„Wie hell wird der Sportplatz?“

sondern auch:

„Wo landet das Licht außerhalb des Sportplatzes?“

Welche Anforderungen gelten für LED-Flutlicht auf Sportplätzen?

Bei der Beleuchtung von Sportstätten müssen je nach Sportart und Nutzung unterschiedliche Anforderungen berücksichtigt werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Beleuchtungsstärke
  • Gleichmäßigkeit
  • Blendungsbegrenzung
  • Lichtverteilung
  • Nutzung der Anlage
  • Auswirkungen auf das Umfeld

Für die Sportstättenbeleuchtung ist insbesondere die DIN EN 12193 relevant. Die Norm befindet sich aktuell übrigens wieder in Überarbeitung, weshalb wir auf Wissensseiten keine starren Werte ohne Bezug auf die jeweils geltende Fassung festschreiben würden.

Welche Anforderungen für eine konkrete Anlage gelten, sollte deshalb im Rahmen der jeweiligen Planung festgelegt werden.

Wann sollten vorhandene Flutlichtmasten besser ersetzt werden?

Eine Weiterverwendung ist nicht in jedem Fall sinnvoll.

Neue Masten können beispielsweise notwendig oder wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn:

  • bestehende Masten erhebliche Schäden oder Korrosion aufweisen,
  • die Standsicherheit nicht ausreichend nachgewiesen werden kann,
  • vorhandene Mastpositionen eine sinnvolle Lichtplanung verhindern,
  • die Masthöhen ungeeignet sind,
  • Fundamente oder Traversen nicht für die geplante Anlage geeignet sind oder
  • eine grundlegend andere Anordnung der Beleuchtung erforderlich ist.

Auch bei einem Neubau oder einer umfassenden Sanierung kann es sinnvoll sein, die Mastpositionen vollständig neu zu planen.

Was kostet die Weiterverwendung vorhandener Masten?

Eine pauschale Antwort ist schwierig.

Wenn vorhandene Masten, Fundamente und Leitungen weiterverwendet werden können, entfällt jedoch ein erheblicher Teil der Arbeiten, die bei einer vollständigen Neuanlage erforderlich wären.

Das kann die Investitionskosten deutlich reduzieren.

Zusätzliche Kosten können beispielsweise entstehen durch:

  • neue Traversen
  • Anpassung der Befestigungen
  • Elektroarbeiten
  • neue Steuerung
  • Prüfung der vorhandenen Masten
  • Arbeiten mit Hubsteiger oder Arbeitsbühne

Deshalb ist eine Bestandsaufnahme vor der Angebotserstellung sinnvoll.

Neue LED-Strahler auf alte Masten: Reicht ein 1:1-Austausch?

Nicht unbedingt.

Ein reiner Austausch nach dem Prinzip:

alter Strahler runter – neuer LED-Strahler an dieselbe Stelle

kann funktionieren, ist aber nicht automatisch die beste Lösung.

Die Eigenschaften moderner LED-Strahler unterscheiden sich deutlich von älteren Flutlichtsystemen.

Mit unterschiedlichen Optiken und einer gezielten Ausrichtung kann das Licht wesentlich genauer auf die Sportfläche gelenkt werden.

Deshalb sollte eine Umrüstung auch als Gelegenheit genutzt werden, die gesamte Beleuchtung neu zu betrachten.

Bei Sinus Solutions bestimmen wir deshalb nicht zuerst, welcher Strahler an welchen bestehenden Platz geschraubt wird.

Wir betrachten zunächst:

Welche Beleuchtung benötigt diese Sportanlage?

Danach wird geprüft, wie sich dieses Ergebnis unter bestmöglicher Nutzung der vorhandenen Infrastruktur erreichen lässt.

Wie läuft eine LED-Flutlicht-Umrüstung bei Sinus Solutions ab?

Der typische Ablauf besteht aus mehreren Schritten.

Bestandsaufnahme

Wir erfassen die vorhandene Sportanlage, Mastpositionen, Masthöhen, bestehende Strahler und weitere technische Rahmenbedingungen.

Lichtplanung und Simulation

Auf Grundlage der vorhandenen Anlage entwickeln wir ein Beleuchtungskonzept und simulieren die zu erwartenden Werte.

Prüfung der vorhandenen Infrastruktur

Wir betrachten, welche Komponenten weiterverwendet werden können und wo Anpassungen notwendig sind.

Angebot

Auf Grundlage der Planung erhalten Sie ein auf die Anlage abgestimmtes Angebot.

Montage und Ausrichtung

Die LED-Strahler werden installiert und entsprechend der Lichtplanung ausgerichtet.

Inbetriebnahme und Messung

Nach Fertigstellung wird die Anlage in Betrieb genommen und das Ergebnis überprüft beziehungsweise dokumentiert.

Fazit: Können alte Flutlichtmasten für LED weiterverwendet werden?

In vielen Fällen ja.

Vorhandene Flutlichtmasten können bei einer LED-Umrüstung häufig weiter genutzt werden und dadurch helfen, Investitions- und Bauaufwand zu reduzieren.

Entscheidend ist jedoch, dass die bestehenden Masten nicht isoliert betrachtet werden.

Geprüft werden sollten insbesondere:

  • Zustand und Konstruktion der Masten
  • Mastpositionen
  • Masthöhen
  • Traversen
  • Wind- und Gewichtsbelastung
  • Elektroinstallation
  • gewünschtes Beleuchtungsniveau
  • Gleichmäßigkeit
  • Blendung und Streulicht

Für uns beginnt eine LED-Flutlichtsanierung deshalb mit der Lichtplanung und der vorhandenen Sportanlage, nicht mit dem Austausch eines einzelnen Strahlers.

Sie möchten Ihre bestehende Flutlichtanlage auf LED umrüsten?

Sie verfügen bereits über Flutlichtmasten und möchten wissen, ob diese für eine moderne LED-Anlage weiterverwendet werden können?

Schicken Sie uns Informationen zur Anlage, beispielsweise Sportart, Anzahl und Höhe der Masten, vorhandene Strahler sowie einige Fotos.

Auf dieser Grundlage können wir die Ausgangssituation gemeinsam beurteilen und die nächsten Schritte für eine passende LED-Flutlichtlösung festlegen.

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